Vorbemerkung zur Studie
Alle 440 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte untersuchten die Wissenschaftler und vor allem, wie diese sich bis zum Jahr 2020 demographisch, als von Bevölkerungszahl her, verändern werden. Und sie versuchten herauszufinden, wie gut die Regionen auf diesen prognostizierten Wandel vorbereitet sind. Um die Zukunftsfähigkeit auf regionaler Ebene zu beurteilen, wählten sie 22 Indikatoren aus. Bewertet wurden nicht nur Merkmale, die das demographische Auf und Ab ausmachen, wie Kinderzahl, Anteil der unter 20-Jährigen, Frauenanteil, Wanderung, Bevölkerungssaldo und Bevölkerungsprognose. Unter die Lupe wurden auch Wirtschafts- und Bildungsfaktoren genommen, ebenso wie die Familienfreundlichkeit, Ausländerintegration oder Flächennutzung einer Region. Die Daten wurden dann mit Noten von 1 bis 6 bewertet. Die Bewertung solcher Kennzahlen ist bislang einzigartig. Diese Art „aktuelle Hochrechnung“ zeigt auf, wo und wie sich Deutschland neuerlich teilt. Denn die amtlichen Statistiker glauben, dass bis zum Jahr 2020 bis zu 57 Millionen Menschen auf der Suche nach Jobs, günstigen Immobilien oder einem Partner ihre Heimat verlassen und sich woanders ansiedeln werden. Von daher versteht sich die Studie als Orientierungshilfe für Politik und Wirtschaft quasi als Trendbericht mit Frühwarnfunktion.
Die Zukunft liegt im Süden und jenseits der großen Städte
Das ist die Quintessenz der Studie. Und sie offenbart sich auf der Fahrt durch den hiesigen Landkreis. Denn oft und weithin sichtbar grinst ein Holzstorch aus den Gärten. Die Burschen der Dörfer zimmern Neueltern und Jung-Vermählten den hölzernen Adebar samt angehängter Babywäsche, Spielzeug und Kinderwägen auf lange Pfähle – ein ländlicher Brauch, der nicht nur die hiesigen Politiker, sondern auch Statistiker, freut, offenbart er doch eine gesunde demographische Entwicklung und somit künftig auch real die viel beschworenen blühenden Landschaften.
Das ist nicht selbstverständlich. Unter allen OECD-Ländern ist Deutschland das Land mit der geringsten Geburtenrate. Sie liegt bei gerade mal 1,4 Kinder pro Frau. 2,1 Kinder wären im Durchschnitt aber notwendig, um die Elterngeneration zu ersetzen. Die Folge: „die Bevölkerung in Deutschland altert schneller als die Bevölkerung fast aller Länder dieser Erde“, warnt der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans Werner Sinn. Aus der einstigen Bevölkerungspyramide ist längst ein ausgefranster Pilz geworden. Unten wächst wenig nach, und weiter oben sterben die Menschen sehr viel später.
Bleibt es bei diesem Schrumpfungsprozess, leben in Deutschland im Jahr 2100 nur noch 24 Millionen Menschen statt heute 82 Millionen – wohlgemerkt ohne Zuwanderung! Das wären dann so viele Deutsche wie Anfang des 19. Jahrhunderts hier gelebt haben.
Dass es auch anders geht, ... zeigt das Beispiel Erding .
Zwar liegt auch hier die Geburtenrate mit 1,5 Kinder pro Frau nicht viel höher als im Bundesdurchschnitt, aber hier versammeln sich mehr „Zuagroaste“ – Zuwanderer als anderswo. So prognostiziert das Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung bis zum Jahr 2020 für Erding eine Bevölkerungsentwicklung von fast 30 Prozent! Das heißt die Einwohnerzahl der Stadt Erding erhöht sich in den nächsten 15 Jahren noch einmal um fast ein Drittel auf dann etwa 45.000 Bürger. Mit dieser Wachstumsrate – bezogen auf die Bevölkerung – liegt die Region im Nordosten von München, die bisher eher durch ihr Weißbier bekannt ist, einsam an der Spitze Bayerns und die Bauplaner müssen sich hier ganz schön ranhalten, um in den nächsten Jahren genug Wohnraum zu schaffen.
Für den Wanderungssaldo gab es bei der Berlin-Institut-Studie ebenso die Note 1 wie für die Bevölkerungsprognose 2020. Auch wegen dieser guten Entwicklungsaussichten liegt Boom-Town Erding im Wettbewerb um Einwohner bundesweit an der demographischen Spitze. D.h. Erding ist Deutschlands Demographie-Meister.
Lebten bei Kriegsende gerade 8.500 Menschen in der Stadt, schnellte die Einwohnerzahl in den letzten Jahren rapide hoch. Seit 1990 wuchs die Bevölkerung der Kreisstadt um ein Drittel auf nunmehr über 32.000 Einwohner, eine bayernweit einmalige Steigerungsrate. Tendenz wie gesagt steil ansteigend. (Eigentlich dürfte sich Erding nun große Kreisstadt nennen, doch Erster Bürgermeister Karl-Heinz Bauernfeind legt darauf keinen Wert, weil dann der Verwaltungsapparat aufgebläht werden müsste, was teuer ist und der Bürokratie nur Vorschub leisten würde.)
Im Landkreis leben schon über 120.000 Menschen, ein Viertel mehr als 1990. Jedes Jahr kommen rund 2.000 hinzu. In den 80er Jahren waren es nur 250 pro Jahr. „Seit Jahren haben wir einen Geburtenüberschuss“, sagen Bürgermeister Bauernfeind und Landrat Bayerstorfer nicht ohne Stolz. Der Kreißsaal im Krankenhaus ist ausgebucht. Im Durchschnitt kommt jeden Tag ein neuer Erdinger Erdenbürger auf die Welt.
Und dabei kann Erding auf eine Altersstruktur und Bevölkerungsmischung zurückgreifen, von der man anderswo nur träumen kann. Wie im Landkreis sind auch in der Stadt rund ein Viertel der Bewohner jünger als 20 Jahre. 30 Prozent sind unter 25 Jahren. Kein Wunder, das in Erding den beiden Altenheimen 14 Kindergärten, eine Kinderkrippe, fünf Grundschulen (die sechste wird gerade gebaut), zwei Kinderhorte, zwei Realschulen und zwei Gymnasien gegenüberstehen. Investitionen für die Zukunft der Stadt.
Erding – Zweitbeste Zukunftsregion
Auf ihrer Suche nach Deutschlands zukunftsträchtigsten Regionen wurden die Berliner Wissenschaftler auch in der Gesamtwertung vor allem im Süden fündig, speziell in Bayern. Von den 40 zukunftsfähigsten Kreisen liegen 23 in Bayern, 14 in Baden-Württemberg. D.h. die beiden Süd-Länder stehen im Wettbewerb um qualifizierten nachwuchs weit vorn! Größte Boomregion Bayerns ist der Großraum München. Von zehn deutschen Spitzenkreisen dieser Studie liegen vier um Umland der bayerischen Landeshauptstadt. Erding auf Platz zwei, Ebersberg auf drei und Freising belegt in der Gesamtwertung Platz vier. Der Münchner Landkreis eroberte Platz acht. Auch der Spitzenreiter in der Deutschlandstudie liegt in Oberbayern. Es ist Eichstätt mit einer Gesamtnote von 2,64. Der Zweitplazierte Erding folgt knapp dahinter mit 2,68.
Nur, um noch einmal zu rekapitulieren: Die Berliner Wissenschaftler resümieren, dass Erding die Region ist, die die besten Voraussetzungen hat, nicht nur dem deutschen Schrumpfungsprozess zu entkommen, sondern auch wirtschaftlich zu erblühen.
Erding ist Deutschlands zweit-beste Zukunftsregion und Deutschlands Demographie-Meister!
Gründe für das gute Abschneiden
Warum ist das so? Die Ökonomie bestimmt weitgehend die Demographie. Eine kräftige Wirtschaft ist der wichtigste Wanderungsfaktor, ein hoher Freizeitwert verstärkt den Trend.
Die Menschen zieht es primär dorthin, wo es Arbeit gibt. Und – wo sie Ruhe, Freizeit- und Kulturangebote finden sowie eine familienfreundliche Umgebung. Gerade junge Bürger sind noch mobil und ziehen dorthin, wo sie für sich und ihre Familien Chancen sehen, wo sie sich am sichersten und wohlsten fühlen.
Im Wettbewerb der Regionen gewinnt derjenige, dem es wirtschaftlich besser geht auch deshalb hinzu, weil er nicht nur viele, sondern besonders gut ausgebildete Menschen anzieht. Eine attraktive Stadt wirbt die besten Köpfe ab und verbessert damit ihre Standortqualität.
Neidisch werden andere Kommunen auf die qualifizierten Erwerbstätigen hier: 15 Prozent aller Beschäftigten haben im Kreis Erding einen Fach- oder Hochschulabschluss – deutschlandweit die höchste Dichte an gut ausgebildeten Fachkräften. Kein Wunder, dass Erding immer wieder mit der geringsten Arbeitslosigkeit glänzen kann.
Heutige Großstadtflüchtlinge ziehen nicht mehr ins direkte Umland einer Metropole, sie wagen vielmehr den größeren Schritt in die nächst gelegene kleinere Stadt. Arbeitsplätze, günstigere Miet- und Grundstückskosten sowie eine gute Anbindung ans Zentrum – das zeichnet eine attraktive Wohngegend aus.
All das trifft auf Erding zu. Es profitiert von Zuwanderungen, vor allem aus München, das gerade mal 40 S-Bahn- oder 30 Auto-Minuten von der Landeshauptstadt entfernt liegt. Aber auch aus anderen Teilen Deutschlands zieht es junge Erwerbstätige hierher. Viele junge Menschen, die beispielsweise in den neuen Ländern vergebens einen Arbeitsplatz und dann das Weite suchten, sind hier gelandet. Beim Gang zum Bäcker oder beim Handwerker ist der sächsische Dialekt unüberhörbar. Kein Wunder, hat doch der Landkreis eine Kooperation mit dem Arbeitsamtsbezirk Bautzen. Dort gab es die Arbeits- und Ausbildungswilligen, hier die freien Stellen.
Zuerst kommt der Familienvater wegen des attraktiven Arbeitsplatzes, dann holt er die Familie nach und sucht seinen neuen Lebensmittelpunkt hier. Und dann bekommen sie hier noch mehr ....
Lust auf Nachwuchs
„Die Lebensbedingungen für junge Familien und Kinder sind in Erding ideal“, loben befragte Familien. Wichtig ist ihnen zum einen, dass sie hier schnell Kontakt zu anderen Familien finden können. Und den finden sie, denn in der homogenen Stadtkultur kennt jeder fast noch jeden. „Meine Güte, hat´s hier viele Kinder“, sagen Mütter, die selbst schon zwei oder mehr Racker an der Seite stehen haben. Denn die Einkindfamilie ist hier eher selten vorzufinden.
Das kann auch zum Problem werden. „Die Stadt kann gar nicht so schnell Kindergärten und Horte bauen, wie Bedarf entsteht“, sagt beispielsweise Andrea Hecht, die Vorsitzende des Mütterzentrums. Sie ist selbst dreifache Mutter, zog mit ihrer Familie vor 2 ½ Jahren aus Nürnberg her. Ihr Mann arbeitet als Informatiker in der Nähe und in Erding war das neue Häuschen noch finanzierbar – eine typische Erdinger Familienbiographie. Toll an Erding sei der hohe Freizeitwert – und alles ist zu Fuß oder mit dem Radl erreichbar, loben die Familien: die schöne Innenstadt, die Therme, die Eishalle und die Eiszeit am Schrannenplatz, zu der selbst Münchner herkommen.
Die Infrastruktur stimmt. Geschätzt wird das tolle Flair, dass alle Geschäfte fürs tägliche Leben da sind, die Verkehrssituation für die Kinder weitgehend ungefährlich ist und dass man so herrlich an der Sempt und im Stadtpark spazieren gehen kann. Und wer eine größere Stadt vermisst, fährt halt geschwind nach München oder auch nach Landshut – ist ja auch nicht weit.
Gelobt werden auch die Schulen. Davon gibt´s nicht wenige: In Erding gibt es fünf Grundschulen mit rund 1.400 Schülern, eine sechste entsteht gerade, außerdem zwei Hauptschulen, zwei Realschulen und zwei Gymnasien. Dazu kommen die Kreismusikschule, Berufs- und Fach- bzw. Berufsoberschulen und Fachoberschule und die private Fachhochschule für angewandtes Management.
Schubkraft durch den Airport – Jobmaschine Flughafen
Wirtschaftsmotor auch für Erding ist sicher der Flughafen mit über 25.000 Beschäftigten. 3.000 davon sind Erdinger, somit fast jeder zehnte Einwohner der Stadt. Tendenz steigend! Doch dabei bleibt es nicht. Der Flugbetrieb löst zusätzliche Umsätze bei örtlichen Handwerksbetrieben, Bauunternehmen, Speditionen und vor allem in der Hotellerie aus. Gut 120.000 Übernachtungen erreichen die Hotels und Pensionen der Stadt jedes Jahr. Bei Zwischenstopps übernachten nicht nur Piloten und Flugbegleiter hier, sondern auch Passagiere. Und die suchen nicht nur ein Nachtlager, sie kaufen auch ein und gehen in die Wirtshäuser, was Einzelhandel und Gastronomie belebt.
Die durch den Flughafen ausgelösten Umsätze in dessen unmittelbarer Nachbarschaft, also im Speckgürtel Münchens, erreichen 2 bis 3 Milliarden Euro im Jahr. Erding profitiert davon.
Misch-Wirtschaft
Ein guter Branchen-Mix mit verschiedenen Betriebsgrößen statt Monostruktur sind das wirtschaftliche Rückgrad der Erdinger. Nicht nur Flughafen und Messe Riem beschäftigen zahlreiche Erdinger, auch viele mittelständische Betriebe in Handwerk und Dienstleistungssektor, das weltweit operierende Rechenzentrum Amadeus oder der Erdinger Weißbräu. Nicht zu vergessen der Militärflughafen im 1.500 Zivil-Beschäftigten oder die Rüstungsindustrie mit über 100 Firmen im viel zitierten Speckgürtel. Und nicht zuletzt: 12 Prozent aller deutschen Softwareunternehmen haben sich im Großraum München angesiedelt. Viel Arbeit für Informatiker, Mathematiker oder Ingenieure im High-Tech-Land zwischen Isar und Sempt. Die müssen im Übrigen oft mal auch beruflich wohin fliegen. Da zahlt es sich aus, den Airport quasi vor der Haustüre zu haben.
Im Übrigen: Ein nicht zu unterschätzendes Arbeitskräftepotential rekrutiert sich auch aus den Müttern. Die wollen nach der Familienpause wieder in den Beruf einsteigen und die meisten sind zu Recht zuversichtlich, dass dies in Erding und Umgebung gelingt.
Schöne Aussichten
welche die Kommune krisensicher und die Stadt-Finanzen solide gestalten. Schon heute ist Erding eine der reichsten Kommunen ihrer Größenordnung. Die Finanzplanung kann man getrost aus vorausschauend und zukunftsorientiert bezeichnen. So liegt die Pro-Kopf-Verschuldung gerade mal bei 118 Euro. Zum Vergleich: In Bayern sind es 1.708 Euro pro Einwohner, dazu entfallen auf jeden – vom Säugling bis zum Greis – knapp 10.000 Euro nicht getilgte Bundeskredite.
Nachholbedarf gibt es jedoch bei Investitionen im verarbeitenden Gewerbe wie eine Studie von Focus-Money ergab. Hier liegt Erding abgeschlagen auf Platz 242, alle anderen Landkreise im Speckgürtel Münchens waren besser.
Familienförderung
Potentielle Eltern (und Steuerzahler) lockt die Gemeinde mit – für Münchner Verhältnisse – erschwinglichen Baulandpreisen (350 bis 500 Euro/qm) und Einheimischenmodellen, wo der qm-Preis für eine neue Eigentumswohnung bei unter 2.000 Euro liegt. Im 40 Kilometer entfernten München zahlt man um die Hälfte mehr, nicht selten auch das Doppelte. Dennoch bleibt für viele Familien der Traum vom Eigenheim unerfüllt. Hier könnte die Kommune bei der Förderung von Familien noch etwas mehr Gas geben – sowohl bei Baulandpreisen als auch bei zinsgünstigen Darlehen.
Eltern wünschen sich auch einen zügigen Ausbau von Hortplätzen – 30 Plätze für 1.400 Grundschüler ist fürwahr ein Missverhältnis, das in der Berlin-Studie mit der Note 6 bestraft wurde. Auch alternative Betreuungsmöglichkeiten wie Waldorfschule oder –kindergarten fehlen bislang, monieren Mütter und Väter. Oder wenigstens die finanzielle Unterstützung von entsprechenden Privatinitiativen.
Attraktive und intakte Innenstadt
Die Nähe zu München und dem Flughafen mit attraktiven Arbeitsplätzen sind ein Grund für die Zuwanderungswelle der Jungen. Aber auch die schmucke Altstadt mit bunten Häuserfassaden und schicken Läden machten Erding zur Boom-Town. Infrastruktur und Freizeitwert stimmen. Hier haben die Bürger alles, was sie brauchen – wirtschaftlich, kulturell und sportlich – und das um ein Viertel günstiger als in München.
Stinkender Stau am Stachus, schmal Gehsteige neben stark befahrenen Straßen, überquellende Geschäftsmeilen oder teure Boutiquen vermisst in Erding keiner. Familien genießen hier die Vorteile einer Stadt, ohne die Nachteile einer Großstadt in Kauf nehmen zu müssen.
Die 776 Jahre alte ehemalige Herzogstadt im Erdinger Moos hat aber auch eine vorbildliche Stadtplanung hingelegt. Die idyllische Kommune wartet mit einer intakten Innenstadt auf, wie sie selten in der Peripherie von München zu finden ist. Der Schrannenplatz, das Zentrum, an dem viele alte, aber renovierte Bürgerhäuser stehen, ist ein Paradebeispiel gelungener Stadtarchitektur. Er wurde so glanzvoll herausgeputzt, dass er Bilderbuchreife erlangt hat. Hier bewiesen die Stadtväter viel Sinn für schöne Optik, die Erding seinen altbayerischen Charakter erhielt und die Altstadt zum Schmuckkästchen werden ließ. Protz und Prunk findet man hier Gott sei Dank nicht, wohl aber die modernste Therme Europas, ein der wichtigsten Investitionen der letzten Jahre. Die Therme Erding wurde zum Publikumsmagneten. Rund 700.000 Besucher relaxen sich hier Jahr für Jahr.
Jugendförderung
Langeweile kommt auch für die Jugendlichen nicht auf. Wo andere Gemeinden heutzutage sparen müssen, setzt Erding noch eins drauf, vergrößert das Schwimmbad und baut eine neue Stadtbücherei. Wer nicht ohnehin in einem der über 250 Vereine engagiert ist oder Sport treibt, kann ins Schwimmbad, in die Eishalle, an der Kreismusikschule ein Instrument lernen, ins Jugendzentrum, ins Kino oder eine der Diskotheken vor Ort gehen. Highlights sind auch die Erdinger Jazz-Tage, die seit 1978 veranstaltet werden.
Zukunft
Es wird auch in Zukunft weitere und vor allem mehr Investitionen geben müssen. Erinnert sie nur an den S-Bahn-Ringschluss zum Flughafen. 13.000 Neu-Erdinger in den nächsten 15 Jahren brauchen Wohnraum. Und je mehr Leute kommen, desto besser und umfangreicher muss das Angebot für Kinder und Jugendliche sein. Ausreichende Kinderbetreuung, Sportförderung, auch Erziehungsberatung gehören heute zur Grundausstattung einer modernen Kommune. Da ist es gut, dass diese hier auf solide Finanzen zurückgreifen kann.
Schlussbemerkung:
Die Alpen am Horizont, die bayerische Landeshauptstadt zur 40 Kilometer entfernt, sanfte Hügel, idyllische Flussauen, Wiesen, Felder, Wälder – ländlich geprägtes Weißbierland und moderne High-Tech-Region mit dem zweitgrößten Flughafen als Tor zur Welt.
Kurzum: Hier findet man eine interessante Kombination aus bayerischer Liebenswürdigkeit und Weltoffenheit vor, Tradition und Fortschritt – das macht den Charme und auch den Erfolg von Erding aus! |