Handwerksbetriebe waren genauso vertreten wie Industriebetriebe (z.B. Ölhydraulik Altenerding oder Himolla Polstermöbel) oder das Kreiskrankenhaus Erding.
Landrat Martin Bayerstorfer betonte zum Auftakt die Bedeutung von „Ökoprofit“ für die Betriebe im Landkreis Erding. Dabei, so der Landrat, seien nicht nur die gewerblichen Unternehmen angesprochen, sondern durchaus auch kommunale Einrichtungen wie Bauhöfe, Wasserwerke und Kläranlagen. Auch für die Gemeindeverwaltungen könne sich das Mitmachen rechnen durch weniger Strom- Wasser- oder Heizölverbrauch. Realisiert wird das Projekt von der Firma Arqum aus München, die unter anderem schon die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Günzburg sowie die Landeshauptstadt München betreut.
Die Vorteile von „Ökoprofit“ erläuterte der Projektleiter der Firma Arqum, Diplom-Ingenieur Christian Heinrichs: Die teilnehmenden Betriebe in München hätten durch Ökoprofit innerhalb eines Jahres über 1,25 Millionen Euro an Strom- Wasser und Abfallkosten eingespart.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Ökoprofit sei das systematische Vorgehen. Die Betriebe müssen eine exakte Bestandsaufnahme liefern, die bei den Beratungsterminen vor Ort und in den gemeinsamen Workshops ergänzt und ausgewertet wird. Einsparungen werden nicht nur aufgrund geringerer Kosten erreicht, sondern indirekt auch durch die Kenntnis der aktuellen Rechtslage. Hierzu werde jeder Betrieb genau analysiert, so Heinrichs. Die Berater fragen etwa nach, ob alle vorgeschriebenen Belehrungen und Einweisungen erfolgt sind und dokumentiert wurden.
Nach Angaben der Firma Arqum waren beim Münchner Projekt für 33 Prozent der Kosten senkenden Maßnahmen überhaupt keine Investitionen nötig, bei 26 Prozent hätten sich diese nach drei Jahren amortisiert.
„Ökoprofit“ und die Firma Arqum betreuen die Betriebe zunächst für rund zehn Monate. Zur Halbzeit wird für die Öffentlichkeit eine erste Bilanz gezogen. Zum Abschluss werden Urkunden verliehen, und die Betriebe können das „Ökoprofit“-Logo in ihrem Briefkopf führen.
Die intensive und persönliche Betreuung kostet die teilnehmenden Unternehmen 4061 Euro, wobei kleine und mittlere Unternehmen bis maximal 150 Mitarbeiter einen Zuschuss vom Freistaat Bayern erhalten und somit nur noch 2220 Euro investieren müssen.
Bei Bedarf und auf Wunsch werden die Teilnehmer weiter in ihrem Bemühungen zu mehr Umweltschutz unterstützt bis hin zum zertifizierten Öko-Audit-Unternehmen. Auf diesen Weg hat sich die Flughafen München Gesellschaft bereits gemacht. |