Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 21./22. Januar 2006 14,1 Millionen Gäste und 42,8 Millionen Übernachtungen registrierte der Freistaat von Mai bis Oktober vergangenen Jahres. Im Landkreis Erding waren es 206.655 Gäste und 321.221 Übernachtungen in Betrieben mit mindestens neun Betten. Das entspricht einem Besucherzuwachs von 5 und einem Beherbergungsplus von 8,1 Prozent. Beliebt war der Freistaat als Reiseland erneut vor allem bei Niederländern, US-Amerikanern und Italienern. Rund 3,1 Millionen Gäste aus dem Ausland besuchten Bayern. Doch auch Deutsche waren vergangenen Sommer wieder häufiger unterm weiß-blauen Himmel zu Gast. Ihre Zahl kletterte um 3,6 Prozent auf knapp 11,0 Millionen. Damit machen die Inländer rund 78,2 Prozent aller Gäste aus. Der Landkreis hat bei deutschen Urlaubern an Beliebtheit gewonnen. 63,6 Prozent der Besucher, die die hiesigen Vermieter begrüßen konnten, kamen aus dem Inland. Im Vorjahr lag ihr Anteil hier noch bei 61 Prozent. Große Unterschiede wurden zwischen den einzelnen Regionen verzeichnet. Die höchsten Zuwächse verbuchten - nicht zuletzt durch die Bundesgartenschau in München - die Betriebe in Oberbayern (3,9 Prozent mehr Übernachtungen). Dagegen schwächelte der Tourismus in Oberfranken, Niederbayern und in der Oberpfalz, wo die Übernachtungszahlen 0,2 bis 1,5 Prozent unter denen des Sommers 2004 blieben. Eindeutig zufriedener als ihre nordbayerischen Kollegen können die Erdinger Hoteliers sein. Die Bettenauslastung lag im Landkreis bei 41,6 Prozent (Vorjahr: 39,9 Prozent). Das ist zwar weniger als im bayerischen Durchschnitt, den die Münchner Statistiker mit 42,1 Prozent angeben. Aber im Vergleich etwa zu Landshut, wo die Bettenauslastung gerade einmal 24 Prozent betrug, können sich die Erdinger glücklich schätzen. Zugpferd bleibt weiterhin die Stadt München, die eine Bettenbelegung von 60,9 Prozent vorweisen kann. |