Quelle: Erdinger SZ vom 2. August 2006 Chinesische Diplomaten und Mittelständler treffen sich bei einem Dinner Leuter mit brennenden Kerzen auf dem Tisch, gestärkte und kunstvoll verschlungene Servietten, daneben das feineste Geschirr, der Champagner kaltgestellt: Das Ambiente im Restaurant Duschesse ist für einen kleinen Staatsempfang absolut stimmig und ansprechend. Drei chinesische Diplomaten aus der Münchner Vertretung, angeführt von Generalkonsul Huiqun Yang, hatten zuvor das Rechenzentrum Amadeus, Ölhydraulik Altenerding, die Therme und Erdinger Weißbräu besucht. "Ein vier Stationen-Marathon in drei Stunden", fasst Huiqun Yang in perfektem Deutsch zusammen. Zum Abschluss der Tour hat Bürgermeister Karl-Heinz Bauernfeind zu einem Candlelight-Dinner mit Vertretern der mittelständischen Wirtschaft geladen. Ein Teil des Erdinger Mittelstandes, so erfährt man beim Begrüßungscocktail, pflegt bereits Kontakte zu Unternehmen im Reich der Mitte: So ist den Chinesen das Erdinger Weißbier kein unbekanntes Getränk, Ferdinand Kretz unterhält mit seiner Ölhydraulik geschäftliche Verbindungen und Thermenbetreiber Josef Wund lässt bei seinem Ausbau des Thermalbades Granitsteine aus dem Padang-Tal, einem Seitenarm des Jangtsekiang, setzen. Die noch zarten Bande sollen bei dem Treffen im Duschesse intensiviert werden, vor allem aber soll dem Mittelstand Gelegenheit gegeben werden, die chinesischen "Anlaufstellen" persönlich kennen zu lernen - und auch umgekehrt, denn Handel in China soll keine Einbahnstraße sein, wie der Generalkonsul deutlich machte: "Der Kontakt von Angesicht zu Abgesicht schafft wesentlich leichter begehbare Brücken als unpersönlicher Schriftverkehr", kommentiert Wirtschaftsreferent Jakob Mittermeier in nahezu fernöstlichem Sprachgebrauch das Treffen - und bittet schließlich zu Tisch. |