Eine Herausforderung war auch für die Region die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, so Karin Weber, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freising. Weil nun auch Langzeitarbeitslose in der Statistik geführt wurden, schnellten die Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr zunächst deutlich in die Höhe. Von Mitte des Jahres an registrierten die Vermittler dann allerdings eine positive Entwicklung. Nach Angaben Webers gibt es hierfür verschiedene Gründe: Zum einen zeichneten sich aufgrund der verbesserten Konjunkturprognosen Beschäftigungsimpulse auf dem regionalen Arbeitsmarkt ab. Zum anderen zeigten inzwischen aber auch die eingeführten Reformen Wirkung. Weil man sich stärker auf Vermittlung und Beratung konzentriere, könnten mehr Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Von den insgesamt 6580 Arbeitslosen in der Region waren laut Arbeitsagentur 1700 dem Sozialgesetzbuch II zuzurechnen, also Bezieher des Arbeitslosengelds II. In diesem Bereich stagniert die Arbeitslosigkeit derzeit eher noch. Dennoch war die Region Erding/Freising auch im Jahresvergleich bayernweit die mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Eine Quote mit einer Vier vor dem Komma gab es sonst nirgends. Die Plätze zwei und drei belegen die Agenturen in Donauwörth mit 5,7 und Ingolstadt mit 5,9 Prozent. |